Sri Lanka ist ein Inselstaat im Indischen Ozean und zählt 21,7 Millionen Einwohner. Die kürzeste Entfernung zwischen Indien und Sri Lanka beträgt 54,8 km. Durch ihre Lage bildete die Insel von der Antike bis zur Moderne einen strategischen Knotenpunkt für die Seefahrt zwischen Vorder- und Südostasien. Heute ist das Land eine multireligiöse und multiethnische Nation, in der neben dem Buddhismus und dem Hinduismus das Christentum und der Islam bedeutende Religionen sind. Sri Lanka ist bekannt für die Produktion und den Export von Tee (Ceylon), Kaffee, Kautschuk und Kokosnüssen. Die Insel ist aufgrund ihrer landschaftlichen Schönheit und ihres reichen Kulturerbes ein beliebtes Touristenziel.
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Das Klima Sri Lankas ist tropisch mit unterschiedlichen
Niderschlagsverhältnissen, bedingt durch Monsune. Durch seine
Lage hat das Land ein warmes Klima mit milden Meeresbrisen und
hoher Luftfeuchtigkeit. Die Durchschnittstemperaturen reichen
von 16 Grad Celcius in Nuwara Eliya im zentralen Hochland und
bis zu 32 Grad Celcius in Triconmalee an der Nordküste des
Landes. Die Durchschnittstemperatur für das gesamte Land liegt
zwischen 28 Grad Celcius und 30 Grad Celcius. Der kälteste Monat
ist der Januar und der Mai der wärmste.
Monsune: Sri Lanka wird von zwei Monsunen
beeinflusst: der Südwestmonsun (Mai bis September) bringt Regen
in den Südwesten, während der Nordostmonsun (Oktober bis Januar)
den Nordosten betrifft.
Beste Reisezeit: Die beste Reisezeit variiert
je nach Region, aber allgemein gelten die Monate Dezember bis
März für den Westen und Süden sowie Mai bis September für den
Osten und Norden als ideal.
Die Einreise nach Sri Lanka benötigen Sie ein Reisepass, der bei
Ausreise etwas mehr 6 Monate gültig sein sollte, falls sich die
Rückreise kurzfristig verschiebt.
Bei der Einreise nach Sri Lanka wird zudem ein Visum benötigt,
das derzeit nur vor der Einreise online über das Electronic
Travel Authorizaiton (ETA) – Portal der Einwanderungsbehörde
beantragt werden kann.
Die medizinische Versorgung ist in den großen Städten und Tourismuszentren ausreichend bis gut, entspricht aber nicht überall europäischem Standard. In Colombo ist die medizinische Versorgung in einzelnen Fachbereichen durchaus auf einem hohen bis sehr hohen Niveau.
In Sri Lanka ist die direkte Einstrahlung der Tropensonne intensiv, und die pralle Sonne sollte besonders am Nachmittag gemieden werden. Wählen Sie Sunblocker oder Sonnenschutzmittel mit hohem Schutzfaktor. Tragen Sie zur Mittagszeit einen Hut. Halten Sie ihre Hände so sauber wie möglich. Trinken Sie nur gut abgekochtes Wasser. Greifen Sie im Zweifelsfall auf Mineralwasser in geschlossenen Flaschen zurück. Besondere Vorsicht ist bei Eiswürfeln geboten. Rohe Salate, Gemüse und Obst müssen mit abgekochtem Wasser gewaschen sein. Der Verzehr von frischen, gekochten Speisen ist sicherer. Malaria und Dengue-Fieber: Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen, da es in einigen Gebieten ein Risiko für Malaria und Dengue Fieber gibt = Lange Hose und lange Hemden/Blusen in der Morgen- und Abenddämmerung. Zusätzlich Moskitoabwehrmittel.
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, Bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Japanische Enzephalitis empfohlen.
Landeswährung ist die Sri Lanka Rupie (LKR). Zurzeit entspricht
ein 1Euro = 330 Sri Lanka Rupie (Stand August 2024). Das Abheben
von Bargeld an Geldautomaten und die Bezahlung mit Kreditkarten
sind zwar verbreitet, für entlegenere Regionen und kleine
Geschäfte empfiehlt sich aber die Mitnahme von Bargeld in Euro
und US-Dollar, das nur bei autorisierten Stellen, Banken und
Hotels umgetauscht werden dürfen, die den Wechsel auf einem
bestimmten Formular bestätigen.
In Sri Lanka treten gelegentlich Fälle von Kreditkartenbetrug
auf. Es ist auch deshalb ratsam, einen Großteil der Ausgaben mit
Bargeld zu bestreiten. Wechselstuben: Neben
Banken und Hotels gibt es auch autorisierte Wechselstuben, die
oft bessere Kurse bieten als Hotels. Auch in Wechselstuben ist
es wichtig, den Umtauschbeleg aufzubewahren.
Mobile Payment: In Sri Lanka gewinnt Mobile
Payment an Bedeutung, besonders in städtischen Gebieten.
Plattformen wie "Dialog eZ Cash" sind verbreitet.
Reiseschecks (Nein): Diese werden zunehmend
weniger akzeptiert und sind daher nicht mehr die beste Wahl.
Foto: Mykhailo Polenok
Foto: Mykhailo Polenok
Die meisten großen Hotels, Restaurants und Einkaufszentren akzeptieren Kreditkarten. Vorsichtshalber sollten Sie aber auch etwas Bargeld mitnehmen.
Preisbeispiel Stand 2024:
Die Stromspannung beträgt 230 bis 240 Volt / 50 Hertz (Wechselstrom). Adapter sind erforderlich und sollten unbedingt mitgebracht werden. Der Stromstecker wie wir ihn in Deutschland kennen, verfügt in Sri Lanka über drei Pins. Zurzeit existieren in Sri Lanka sowohl 3-polige als auch 2-polige Steckdosen. Vorsichtig sollte man bei empfindlichen Geräten sein, da die Stromspannung auf Sri Lanka schwanken kann. Es kann außerdem zu Stromausfällen kommen (selten aber nicht unwahrscheinlich). Für diesen Fall sollten Sie eine Taschenlampe bereit halten.
Zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) ergibt ein Zeitunterschied von 4,5 Stunden. Wenn es z.B. in Colombo 12 Uhr Mittags ist, zeigt die Uhr in Berlin erst 7:30 Uhr an. Während der Sommerzeit in Mitteleuropa verkürzt sich der Zeitunterschied auf 3,5 Stunden.
Postämter haben werktags 7 bis 17/18 Uhr geöffnet. Am bequemsten verschickt man seine Post über den Hotelservice. Erkennbare Urlausbspost wird in der Regel schneller bearbeitet. Streckenweise ist die Post eher unzuverlässig. Wichtiges Sendungen sollten daheper Einschreiben verschickt besser, einem Bekannten mit dem Flugzeug mitgegeben werden.
Die Landesvorwahl von Sri Lanka lautet 00 94. Von Sri Lanka nach Deutschland wählt man die 00 49. Sri Lanka besitzt eine gute Infrastruktur und ein gut ausgebautes Mobilfunknetz, das ständig erweitert wird. Noch nicht abgedeckt ist der Nordosten, lückenhaft ist der Südosten. Telefonieren ist von allen Hotels aus möglich, aber meist recht teuer (Auslandsgespräche liegen selten unter 5 Euro pro Minute). Es ist daher sinnvoll eine Telefonkarte zu erwerben. Am besten und billigsten telefoniert man in einem der Kommunikationsbüros, die als Fax Office werben
Foto: Rainer Lesniewski
Eine typische Gerichte aus Sri Lanka:
Ein Überbleibsel aus der britischen Kolonialzeit ist der Sonntag. Der Vollmondtag jeden Monats , „Poya“ genannt, ist ein spezieller Feiertag. Hier sollten die Menschen innehalten und und am besten ein wenig meditieren. An diesem Tag gibt es offiziell keinen Alkohol zu kaufen und auch keinen Ausschank. Die buddhistischen, hinduistischen und islamischen Feste richten sich nach den sich verschiebenden Mondphasen und sollten bei den jeweiligen Touristeninformationen akutell erfragt werden
Da es in Sri Lanka im Tiefland und an den Küsten immer warm ist (um 30 °C), die Temperatur schwankungen nur gering sind und der Südwesten außerdem noch feucht ist, bietet sich leichte, atmungsaktive und gut waschbare Kleidung (möglichst aus Baumwolle) an. Außerdem werden ein breitkrempiger Sonnenhut und eine Sonnenbrille empfohlen. Sandalen sind komforttabler als anderes Schuhwerk. Bei Besuchen des zentralen Berglands sollten wärmere Wollsachen mitgeüfhrt werden, weil die Temperaturen morgens und abends auf plus 10 °C absinken können. Oben-ohne-Baden ist generell verboten. Insbesondere bei Tempelbesuchen und anderen Heiligtümern sollten Sie auf eine angemessene Bekleidung achten. Es empfiehlt sich dezente Kleidung zu tragen. Strandkleidung, Miniröcke, nachte Schultern und Rücken sind nicht gerne gesehen. Außerdem wird von allen Besuchern buddhistischer und hinduistischer Tempelanlagen erwartet, diese barfuß und ohne Kopfbedeckung zu betreten.
Kaufhäuser und andere Geschäfte Mo-Fr 8.30-17.30 Uhr, Sa 8.30-13 Uhr, Banken Mo-Fr 9-15 Uhr, Apotheken meist Mo-Fr 9-18 und Sa 9-14 Uhr, Restaurants ganztägig 8-23 Uhr oder 24 Uhr
Motive gibt es in Sri Lanka genügend: tropische Landschaften, interessante Menschen Prozessionen, exotische Tiere und eine Fülle von leuchtenden Blüten und Blumen, Strände, Berge und Urwälder, Tempel und Statuen. Die Einwohner Sri Lankas sind in der Regel nicht fotoscheu, sie lassen sich meist gerne Fotografieren. In jedem Fall ist vorher höfflich anzufragen, ob ein Foto erlaubt ist. Bilder der Armut sollten nicht aufgenommen werden. Es sollte nicht so fotografiert werden, dass damit der Glauben der Sri Lanker verletzt werden könnte. Das Fotografieren von Soldaten oder militärischen Einrichtungen ist nicht gestattet. Fotogenehmigungen sind in Anuradhapura, Polunnaruwa und Sigiriya im Eintrittspreis enthalten. Im Tempel des heiligen Zahns in Kandy und im Aukana-Tempel kostet die Fotoerlaubnis 1.000 Rs. extra, zu bezahlen am Haupteingang. In Colombo besteht beispielsweise im National Musuem Fotografierverbot, im Dutch Period Museum sind 250 Rs. extra zu bezahlen
Tempel und Moscheen betritt man immer ohne Schuhe. Es empfiehlt sich die Mitnahme dickerer Socken zum Überziehen. Beachten Sie bitte, dass einige Tempel bzw. Bereiche für Nicht-Hindus gesperrt sind. Die meisten sehenswerten antiken Tempel werden immer noch genutzt. Verhalten Sie sich bei der Besichtigung entsprechend diskret.
In den Hotels und Restaurants kommt meist ein Bedienungszuschlag von 10 % auf die Rechnung; ein kleines Trinkgeld von etwa 5 % kann nicht schaden – wird aber auch nicht erwartet. Ist kein Zuschlag auf der Rechnung ausgewiesen, gibt es normalerweise 10 % Trinkgeld. Trinkgelder sind für alle Dienstleistungsbereiche üblich, beispielsweise auch für Kofferträger, Barmänner und Taxifahrer. Trinkgeld für Zimmerpersonal: Es ist auch üblich, dem Zimmerpersonal in Hotels ein kleines Trinkgeld (z. B. 100 LKR pro Tag) zu hinterlassen. Führer und Fahrer: Für Reiseführer und Fahrer sind Trinkgelder ebenfalls üblich, oft 500 bis 1.000 LKR pro Tag, abhängig von der Zufriedenheit mit dem Service.
In Sri Lanka leben Angehörige mehrerer Religionen, wobei die Aufteilung in religiöse Gruppen mit den ethnischen Gruppen weit gehend übereinstimmt. Die Religon spielt im Leben der meisten Sri-Lanker eine große Rolle. Selbst in den kleinen Ortschaften gibt es zahlreiche religiöse Festlichkeiten.
Das Kastensystem in Sri Lanka ist ein System der sozialen Schichtung, die vom alten Ceylon bis in die Kolonialzeit und später existierte. Die Spuren des Kastensystems sind im heutigen Sri Lanka im ländlichen Gebieten immer noch zu sehen. Kaste bei Buddhisten: In Sri Lanka spielt das Kastensystem auch eine Rolle unter den Singhalesen, die überwiegend Buddhisten sind. Hier sind die Kasten eher berufsbezogen, zum Beispiel die Goyigama (Landwirte) oder die Karava (Fischer). Im Vergleich zu Indien ist das Kastensystem in mancher Hinsicht weniger bedeutend. Im Großstädten spielt es fast keine Rolle mehr.
In Sri Lanka werden drei Sprachen gesprochen. Singhalesisch sprechen die Singhalesen, die Mehrheit auf der Insel. Tamil sprechen die Tamilen und Mauren (Moors), die größten Minderheiten Sri Lankas. Englisch wird von den meisten Einheimischen als erste Fremdsprache verstanden und auch gesprochen. Sie ist die Geschäftssprache, während Singhalesisch und Tamil die offiziellen Amtssprachen des Landes sind.