Botswana ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika. Botswana
grenzt im Südosten und Süden an Südafrika, im Westen und Norden
an Namibia und im Nordosten an Sambia und Simbabwe. Bei
Kazungula im Nordosten treffen sich die Grenzen von Botswana,
Namibia, Sambia und Simbabwe in der Mitte des Sambesi.
Der Name leitet sich von der Bezeichnung des Volkes der Tswana
ab. Nationalfeiertag ist der 30. September. Tag der
Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich (1966).
Foto: Ottoduplessis
Foto: Michal Bednarek
Das Klima Botswana ist nicht einheitlich, hat aber vorwiegend subtropischen Charakter. Der Norden reicht bis in die Tropen. Der Winter von ca. Mai bis August wird auch als Trockenzeit bezeichnet. In dieser Zeit fällt fast kein Regen. Die Temperaturen können je nach Region nachts bis unter 0° C fallen, während es tagsüber angenehm warm wird (ca. 25-30° C). Im September beginnt der Sommer. In dieser Jahreszeit steigen die Temperaturen auf durchschnittlich 32-35 Grad. Die eigentliche Regenzeit beginnt im Dezember und dauert bis März; dann kann es innerhalb weniger Stunden zu 10-20 mm Niederschlag kommen. Die Niederschlagsmenge- und Häufigkeit nimmt von Norden nach Süden Botswana stetig ab. Als beste Reisezeit gilt Mai bis Oktober, denn in dieser Trockenzeit konzentriert sich die eindrucksvolle Tierwelt an den Flüssen und Wasserstellen. Die Monate bis Dezember bis April zeichnen sich durch üppige grüne Vegetation, eine vielfältige Vogelwelt und zahlreiche Jungtiere aus.
Der Reisepass sollte bis 6 Monate nach der Reise gültig sein.
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise mit dem
regulären Reisepass kein Visum. Eine Einreiseerlaubnis für
touristische Zwecke wird bei der Einreise gebührenfrei an den
Grenzstationen erteilt. Der Aufenthalt ist beschränkt auf
maximal 90 Tage pro Kalenderjahr.
Bei der Einreise mit einem vorläufigen Reisepass ist hingegen
ein gültiges Visum erforderlich.
Die medizinische Versorgung in Botswana ist grundsätzlich besser als in vielen anderen Ländern des Kontinents. Trotzdem ist sie mit südafrikanischen oder europäischen Verhältnissen nicht zu vergleichen. Bedenken Sie immer die Größe des Landes und die spärliche Besiedlung. Daher sind die Wege von einem Unfallort in eine Klinik immer langwierig. Besonders in den Touristenzentren Kasane und Maun ist eine medizinische Versorgung im Krankheitsfall nur sehr eingeschränkt erhältlich. Bitte Informieren Sie sich daher vorher über Behandlungsmöglichkeiten vor Ort, wenn Sie mit Vorerkrankungen auf Reise gehen.
Allergien: Für Reisende mit Stauballergien ist Botswana nicht
das rechte Land, da das Reisen im Busch stets mit
Staubaufwirbeln verbunden ist. Sonneneinstrahlung: Man muss
bedenken, dass Botswana im Durchschnitt 1.000 m über dem
Meeresspiegel liegt. Dementsprechend stark ist die
Sonneneinstrahlung. Zu empfehlen sind deshalb Sonnenschutzmittel
mit hohem Lichtschutzfaktor und eine Kopfbedeckung.
Medikamente: Reisende, die spezielle Medikamente ständig
benötigen, sollten diese von zu Hause mitbringen, da es nur
wenige Apotheken im Land gibt.
Leitungswasser kann ohne Abkochen in den größeren Städten
getrunken werden (Gaborone, Francistown, Selbi Phikwe). Es ist
allerdings oft sehr chlorhaltig. Wenn Sie unterwegs sind, ist es
am besten, nur Grundwasser aus Bohrlöchern zu trinken. Wenn man
sich nicht sicher ist, sollte man das Wasser abkochen oder mit
Spezialfiltern reinigen. Mit Hilfe der sog. „Katadyn-Pumpe“
können Sie mühelos Wasser entkeimen, ebenso durch die Zugabe von
Micropur-Tabletten.
Bei der direkten Einreise aus Deutschland ist ein Impfnachweis nicht erforderlich, auch nicht bei der Einreise über Südafrika, Sambia oder Zimbabwe. Eine Impfung gegen Gelbfieber wird nur für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfieberendemiegebiet gefordert (Waren Sie im letzten Jahr in Ostafrika oder Südamerika?). Wir empfehlen Ihnen, dass Sie darauf achten, dass sich bei Ihnen die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden. Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Expositoin auch gegen Hepatitis B, Tyhpus, Meningokokken-Krankheit (ACWY - Konjugatimpfstoff) und gegen Tollwut empfohlen.
Landeswährung ist der Pula (BWP). Zurzeit entspricht ein Euro 14,5 botswanische Pula (Stand August 2024). Bankautomaten sind in fast allen größeren Städten vorhanden. Mit Kredit- und Bankkarten des „Maestro“-Systems kann an vielen Bankautomaten Bargeld gezogen werden. Die Bargeldmenge ist allerdings häufig auf umgerechnet 100,- bis 500,- Euro pro Karte und Tag beschränkt. Zum Monatsende ist bei Banken und Geldautomaten mit langen Warteschlangen und an einzelnen Automaten mit Bargeldengpässen zu rechnen. Die Mitnahme von etwas Bargeld in Euro oder US-Dollar ist daher empfehlenswert.
Foto: Janusz Pienkowski
Foto: Janusz Pienkowski
Kreditkarten werden in Botswana viel stärker eingesetzt als
bisher in Deutschland. Visa-Card und Mastercard werden in den
meisten Hotels, Restaurants und Geschäften akzeptiert.
Allerdings: an größeren Tankstellen ist eine Kreditkartenzahlung
möglich, kleine Tankstellen, z.B. auf dem Lande, erwarten
Barzahlung. Landesweit bieten die Banken zahlreiche
Geldautomaten, an denen Kreditkartenbesitzer gegen Gebühr
Bargeld abheben können (bevorzugt VISA und Mastercard).
Die Maximalsumme, die pro Transkation abgehoben werden kann, ist
dabei von Bank zu Bank und von Filiale zu Filiale
unterschiedlich. In ländlichen Regionen, wo keine Bank vertreten
ist, bieten manche Supermärkte und Tankstellen „Mini ATMs“, bei
denen man mit der Kreditkarte Kleinbeträge abheben kann.
Reiseschecks sind in Deutschland und in der Schweiz nicht mehr und in Österreich kaum noch erhältlich. Reisechecks können in Botswana in Gaborone bei zwei Wechselstuben (American Express Foreign Exchange) eingelöst werden. EC Karten werden nicht akzeptiert.
Einige Preise Stand August 2024
Foto: Rainer Lesniewski
Die Stromspannung beträgt 220V Wechselstrom. Die Steckdosen entsprechen meist den südafrikanischen mit drei rechteckigen Buchsen. Nehmen Sie bitte einen Adapter mit. In den Camps/Lodges sorgen Generatoren, in einigen seit neustem auch Solaranlagen stundenweise für Strom. Deshalb ist die Mitnahme einer guten Taschenlampe sehr empfehlenswert.
Während der deutschen Winterzeit gibt es eine Stunde Zeitverschiebung in Bostwana Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1:00 Stunde). Während der europäischen Sommerzeit gilt in Botswana und Deutschland die gleiche Uhrzeit.
Die Post ist unter der Woche von 8.15-12.45 Uhr und 14-16 Uhr,
am Samstag von 8.30-11.30 Uhr geöffnet. Die Gebühren für Briefe
und Postkarten nach Europa sind sehr niedrig (Postkarten kosten
8 Pula), der Service ist recht zuverlässig.
Luftpostbriefe nach Europa sind etwa eine Woche unterwegs, wenn
man sie in größeren Städten zur Post bringt. An abgelegeneren
Orten kann es ein Vielfaches länger dauern.
Vorwhahl von Botswana: 00267 – dahinter die siebenstellige Zahl,
von der die ersten drei Ziffern die Telefonregion kennzeichnen
(öffentliche Stellen haben oft aber auch die ältere
sechsstelligen Nummern beibehalten.)
Vorwahl nach Deutschland: 0049, in die Schweiz 0041, nach
Österreich 0043.
In den abgelegenen Wildnisgebieten wie z.B. dem Central Kalahari
Game Reseve oder dem Kgalagadi Tranfrontier National Park ist
eine Kommunikation nur mit Satelliten-Telefonen möglich.
Telefonieren über Handy ist in größeren Städten, zentralen Orten
sowie entlang der Hauptstrecken möglich. Die botswanischen
Betreiber heinßen Mascom und Orange Botswana. Mt einer
Telefonkarte (erhältlich in Hotels, Tankstellen und manchen
Geschäften) kann man einfach lostelefonieren.
Außer Neujahr, Ostern und Weihnachten feiert man folgende
Feiertage in Botswana:
Erinnerung Seretse Khama (1. Präsident von Botswana) (1. Juli),
Präsidententag (21. Und 22. Juli), Unabhängigkeitstag (30.
September), Brückentag nach dem „Botswana Day“ (1. Oktober).
Sommerkleidung aus atmungsaktivem, gut waschbarem Material ist das ganze Jahr über angebracht. Für die kühlere Jahreszeit (Juni bis August) ist leichte Wollkleidung erforderlich. Für Ausflüge in den Busch sowie im Okawango-Delta sind lange Hosen und möglichst auch Jacken und Blusen mit langem Arm zum Schutz gegen Insektenstiche notwendig. Auch für Geschäftsbesuche ist leichte Kleidung angemessen.
Normalerweise haben die Geschäfte wochentags 8.30-13 und 14-17 Uhr, am Samstag 8-13 Uhr geöffnet. Banken sind wochentags ca. 8.15-14 Uhr und samstags 8.30-13 Uhr geöffnet, wobei die Zeiten bei den kleineren Filialen abweichen können. Es gibt kein „Ladenschlussgesetz“ – deshalb haben manche Lebensmittel- und Souvenirgeschäfte sonntags geöffnet. Große Supermärkte sind wochentags z.T. bis 21 Uhr geöffnet, ebenso am Samstagsnachmittags. Behörden und andere staatliche Stellen: wochentags 7.30-12.30 und 13.45-16.30 Uhr.
Wer mit einer Digitalkamera fotografiert, sollte an eine große
Speicherkarte, einen Ersatzakku sowie an einen Stromadapter
denken. Speicherkarten für Digitalkameras sind in Botswana in
den Städten und größeren Dörfern zu bekommen, in Internetcafés
kann man sich die Bilder auf CD brennen lassen.
Allgemein: Bitte fragen Sie stets um Erlaubnis, wenn Sie
Menschen fotografieren wollen. Es ist verboten,
Regierungsgebäude, Militärposten und Militärfahrzeuge zu
fotografieren. Hitze und Staub können die Fotoausrüstung
beschädigen – verstauen Sie also sorgfältig die Geräte und
nehmen Sie Reinigungsmittel mit. Für die Wildtierbeobachtung
sollten Sie auf jeden Fall auch an ein gutes Fernglas denken.
In Restaurants sowie Hotels sollte man etwa 10 % Trinkgeld geben (manchmal schon im Preis miteinberechnet). Ebenso erwarten Safari-Guides, Mokoro-Fahrer sowie das Personal in Camps ein Trinkgeld. Als „Tip“ sollte man pro Person pro Tag US$ 5 für das gesamte Camp-Personal (hierfür gibt es in den meisten Camps eine sog. „General Tip Box“) und pro Aktivität US$ 5 für den Guide einplanen.
Bis zm 18. Jahrhundert gab es in Sambia und Botswana einen starken Animismus-Glauben. Dies änderte sich mit der Ankunft der christlichen Missionare Anfang des 19. Jahrhundert. Sie brachten viele neue Ideen ins Land, die sich mit den alten Bräuchen und Traditionen allerdings nicht vertrugen. Der Hauptteil der Bevölkerung ist zum Christentum übergetreten. Es gibt außerdem kleine Hindu- und Moslem-Gemeinschaften.
Englisch ist die Umgangssprache in den Städten sowie größeren Orten und wird auch als Amts- und Handelssprache genutzt. SeTswana wird neben zahlreichen anderen Sprachen auf dem Land gesprochen, doch gibt es in den abgelegenen Siedlungen zumeist jemanden, der etwas Englisch versteht. Zeitungen erscheinen in Englisch, ebenso sind die meisten Nachrichtensendungen englischsprachig.