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Die Peru Reise beginnt mit einem Tagesflug über den Atlantik und den südamerikanischen Kontinent. Am Abend landen wir in Lima, der Hauptstadt auf Küstenterrassen hoch über dem Pazifik, und beziehen nach dem Transfer unser Hotel. Meeresluft und Brandung stimmen auf ein Land ein, das Wüste, Hochgebirge und Regenwald vereint.
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Der Vormittag bleibt frei. Am Nachmittag öffnet sich das Museum Larco, untergebracht in einem bougainvilleaumrankten Herrenhaus der Vizekönigszeit, das auf einer vorspanischen Pyramide ruht. Der Sammler Rafael Larco Hoyle trug hier Zeugnisse aller Kulturen zusammen, die vor den Inka an Perus Küste blühten. Keramikgefäße der Mochica zeigen Gesichter so lebensecht, als wären sie gestern geformt worden, feine Gewebe zeugen von einer Webkunst, die ihresgleichen sucht. Einzigartig ist das begehbare Depot, in dem Tausende Gefäße dicht an dicht in Regalen stehen.
Foto: Sergio Simoes
Foto: Sergio Simoes
Francisco Pizarro gründete Lima als Hauptstadt des spanischen Vizekönigreichs. Unser Rundgang durch die Altstadt (Unesco Weltkulturerbe) beginnt an der Plaza San Martín mit dem Reiterdenkmal des Befreiers und führt durch die Fußgängerstraße Jirón de la Unión mit ihren Jugendstilfassaden zur Plaza Mayor, dem Herz des kolonialen Limas. Hier stehen sich Rathaus und Präsidentenpalast gegenüber, dazwischen der Erzbischofspalast mit den geschnitzten Holzbalkonen, die zum Wahrzeichen der Stadt wurden. Mit etwas Glück erleben wir zudem die Wachablösung der Palastgarde.
Dominikaner und HeiligeDie Kirche Santo Domingo wurde noch zu Lebzeiten Pizarros begonnen. Im Kreuzgang leuchten sevillanische Azulejos. Verehrt werden hier die Reliquien der heiligen Rosa von Lima und des heiligen Martin de Porres, des ersten dunkelhäutigen Heiligen Amerikas, dessen Schrein stets von Blumen umgeben ist.
Das Grab des EroberersDie Kathedrale von Lima erhebt sich dort, wo Pizarro den Grundstein des ersten Kirchleins legte. Gleich neben dem Eingang liegt in einer mosaikgeschmückten Kapelle das Grab von Francisco Pizarro. Die Nähe zu dem Mann, der ein Weltreich stürzte, berührt und befremdet zugleich.
Sanddünen bis zum HorizontAm späten Mittag folgen wir der Panamericana nach Süden in die Küstenwüste. Bei Paracas tauschen wir den Bus gegen Buggys und jagen über Dünen, die wie erstarrte Wellen bis zum Meer rollen. Fahrtwind, Stille zwischen den Sandbergen und das rote Abendlicht über dem Pazifik machen den Ausflug zu einem Erlebnis für alle Sinne.
Foto: Noamfein
Foto: Checco
Vor der Halbinsel Paracas liegen die Islas Ballestas, schroffe Felsinseln, die der kalte Humboldtstrom mit Nahrung versorgt und die deshalb vor Leben wimmeln. Vom Boot aus beobachten wir Seelöwenkolonien, Humboldtpinguine, Tölpel, Kormorane und Pelikane, die in dichten Schwärmen die Klippen bedecken. Unterwegs passieren wir den Candelabro, einen rätselhaften Geoglyphen in Form eines dreiarmigen Leuchters.
Rote Strände und verformte SchädelLässt das Wetter keine Ausfahrt zu, führt der Tag in den Paracas Nationalpark, wo die Wüste in bizarren Klippen zum Meer abbricht und der Strand Playa Roja rot schimmert. Das Museum Julio C. Tello bewahrt Zeugnisse der Paracas-Kultur: kunstvoll gewebte Totenmäntel, Keramik und künstlich verlängerte Schädel.
Der Traubenbrand der WüstentälerDie Bodega 1615 bei Ica widmet sich dem Nationalgetränk Perus, dem Pisco. Der klare Traubenbrand entsteht aus dem Most aromatischer Rebsorten, die am Wüstenrand reifen, und wird in kupfernen Brennblasen ein einziges Mal destilliert. Zwischen Rebstöcken und Fässern erfahren wir, warum sich Peru und Chile um den Namen streiten.
Palmen im SandmeerDie Oase von Huacachina wirkt wie eine Fata Morgana: Eine grünschimmernde Lagune, gesäumt von Dattelpalmen, liegt eingebettet in Dünen, die hoch über den Dächern des Ortes aufragen. Einer Legende nach entstand der See aus den Tränen einer Prinzessin. Der Aufstieg auf einen Dünenkamm belohnt mit einem weiten Blick über das Sandmeer.
Foto: Kseniya Ragozina
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An den Hängen bei Palpa treten die Palpa-Linien hervor, Geoglyphen, die noch vor den Nazca von der Paracas-Kultur angelegt wurden. Anders als die Figuren der Hochebene liegen sie an Berghängen und stellen Menschen dar: Die sogenannte Königsfamilie blickt mit strahlenförmigen Kopfbedeckungen ins Tal.
Ein Leben für die LinienDas Maria-Reiche-Museum erinnert an die deutsche Mathematikerin, die ein halbes Jahrhundert lang in der Wüste von Nazca forschte und die Linien vor der Zerstörung bewahrte. In ihrem schlichten Wohnhaus am Rand der Pampa sind Karten, Messinstrumente und Fotografien zu sehen, mit denen die Dresdnerin die Theorie eines astronomischen Kalenders entwickelte.
Hände, Baum und EidechseAn der Panamericana ragt der Mirador de las Líneas de Nazca aus der Ebene, ein Metallturm, von dessen Plattform drei Figuren erkennbar sind: die Hände, der Baum und eine Eidechse, deren Schwanz beim Bau der Fernstraße durchschnitten wurde. Von oben begreift man, wie die Nazca die dunkle Steinschicht abtrugen und den hellen Untergrund freilegten.
Aus der VogelperspektiveWahlweise steigen wir am Nachmittag in ein Kleinflugzeug und schweben über die Nazca-Linien (Unesco Weltkulturerbe), die sich nur von oben in ihrer ganzen Dimension erschließen. Unter den Tragflächen ziehen Kolibri, Affe, Spinne, Kondor und der rätselhafte Astronaut vorbei. Dieser Flug ist eine Zusatzoption, Einzelheiten finden Sie im Exkurs zu den Nazca-Flügen.
Die Toten der WüsteAls Alternative führt der Nachmittag zum Gräberfeld von Chauchilla, einer Nekropole der Nazca-Kultur im Wüstensand. In offenen Grabkammern sitzen Mumien in Hockstellung, von der Trockenheit so gut konserviert, dass Haare, Gewänder und Gesichtszüge erhalten blieben. Der Anblick der Ahnen, die mit offenen Augen in die Wüste schauen, lässt niemanden unberührt.
Foto: Jesse Kraft
Foto: Bobhilscher
Die Panamericana trägt uns durch die kargen Ebenen der Pampa, in denen der Wind Sandfahnen über die Straße treibt. Bei Camaná lockert ein Spaziergang am Strand die Fahrt auf, bevor die Straße landeinwärts in die Berge abbiegt und am Horizont die schneebedeckten Vulkane auftauchen.
Wale im WüstensandBei Yauca halten wir am Museum Sacaco, wo die Wüste ihr maritimes Geheimnis preisgibt. Vor Jahrmillionen bedeckte das Meer diese Region, und im Boden stecken bis heute die versteinerten Skelette von Walen, Haien und Pinguinen. Ein kleiner Museumsbau wurde über einem vollständigen Walskelett errichtet, das an Ort und Stelle im Sand liegt.
Foto: Leonid Andronov
Foto: Patricio Hidalgo
Die Altstadt von Arequipa (Unesco Weltkulturerbe) wurde aus Sillar erbaut, einem weißen Vulkantuff, der der Stadt ihren Beinamen gab und im Sonnenlicht blendend aufleuchtet. Über allem thront der kegelförmige Misti. Die Plaza Mayor mit ihren doppelstöckigen Arkaden lädt zum Verweilen ein, und die Kathedrale von Arequipa nimmt ihre gesamte Nordseite ein, ein klassizistischer Bau mit zwei Türmen. In den Gassen mischen sich spanische Baukunst und indigene Ornamentik zum Barroco Mestizo.
Steinerne SpitzeDie Fassade der Jesuitenkirche La Compañía gilt als Meisterwerk dieses Stils. Indigene Steinmetze schnitzten in den weichen Sillar Weinranken, Sonnen, Papageien und Engelsgesichter so dicht, dass die Front wie ein Teppich aus Stein wirkt. Im Inneren überrascht die Sakristei San Ignacio, deren Kuppel ein tropischer Garten aus Blüten, Früchten und Vögeln überzieht.
Eine Stadt in der StadtHinter hohen Mauern verbirgt sich das Konvent Santa Catalina, kurz nach der Stadtgründung als Kloster für Töchter wohlhabender Familien gegründet. Innen erwartet uns ein Labyrinth aus Gassen, Plätzen und Innenhöfen, die nach spanischen Städten benannt sind. Wände in Ocker, Kobaltblau und Ziegelrot, Geranien in Tontöpfen und stille Zellen erinnern an ein andalusisches Dorf. Kaum ein Ort in Peru vermittelt das Leben der Kolonialzeit so unmittelbar.
Früchte, Käse und KräuterAuf dem Markt San Camilo pulsiert das Alltagsleben Arequipas unter einer Eisenkonstruktion, die Gustave Eiffel zugeschrieben wird. An den Ständen türmen sich Kartoffelsorten in allen Farben, Mangos, Maracujas und Chirimoyas, daneben Käse aus dem Hochland und getrocknete Heilkräuter. Mutige probieren Queso Helado, das traditionelle Eis mit Zimt, Kokos und Nelken.
Foto: Jesse Kraft
Foto: Saiko3p
Die Fahrt nach Chivay führt durch das Nationalreservat Salinas y Aguada Blanca, eine Hochlandsteppe, in der das Ichu-Gras golden im Wind wogt. In der Pampa Cañahuas grasen Herden wilder Vikunjas, der kleinsten und scheuesten Verwandten des Lamas, deren Fell zu den feinsten Fasern der Welt zählt.
Ein Kranz aus VulkanenAm Mirador de los Volcanes erreicht die Straße ihren höchsten Punkt. Rundum reihen sich Misti, Chachani, Ampato und der rauchende Sabancaya zu einem Panorama, wie es sonst nur Bergsteiger erleben. Der Nachmittag bleibt zum Akklimatisieren oder für ein Bad in den Thermalquellen von Chivay, wo warmes Mineralwasser unter freiem Himmel die Muskeln lockert.
Foto: Kseniya Ragozina
Foto: Igor Terekhov
Der Colca Canyon gehört zu den tiefsten Schluchten der Erde, und am Aussichtspunkt Cruz del Cóndor fällt die Felswand schwindelerregend zum Fluss ab. Am Morgen steigen die Andenkondore mit der erwärmten Luft aus der Tiefe auf und ziehen auf weit gespannten Schwingen fast regungslos über die Köpfe der Zuschauer hinweg. Das Schauspiel dieser mächtigen Greifvögel prägt sich für immer ein.
Tänzer auf der PlazaIn Yanque überrascht eine barocke Kirche mitten im Dorf. Auf der Plaza tanzen Kinder in bestickten Trachten den Wititi, und die Frauen des Tales tragen Hüte, deren Stickerei verrät, ob sie zu den Collagua oder den Cabana gehören. Nach weiteren Fotostopps im Colca-Tal fahren wir über die baumlose Hochebene nach Puno, bis am Abend der weite Titicacasee vor uns liegt.
Foto: Kseniya Ragozina
Foto: Igor Terekhov
Der Titicacasee, der höchstgelegene schiffbare See der Welt, liegt wie ein Binnenmeer zwischen Peru und Bolivien. Nach dem Mythos der Inka stieg hier das erste Herrscherpaar aus dem Wasser, um das Reich zu gründen. Die Bootsfahrt zeigt, warum die Völker der Anden diesen See bis heute als heilig verehren.
Inseln aus SchilfDie schwimmenden Inseln der Uros bestehen aus nichts als Totora-Schilf, das die Bewohner Schicht für Schicht aufeinanderlegen und ständig erneuern, da die unteren Lagen im Wasser verrotten. Die Uros zogen sich einst vor feindlichen Nachbarn auf den See zurück und machten das Schilf zu Baustoff, Brennmaterial und Nahrung zugleich.
Mützen stricken - MännersacheAuf der Insel Taquile hat sich eine Quechua-Gemeinschaft eine Lebensform bewahrt, die auf Gemeinschaftsarbeit und Gastfreundschaft beruht. Die Textilkunst der Insel (Unesco Immaterielles Kulturerbe) ist Männersache: Sie stricken ihre Mützen selbst, deren Farben und Muster verraten, ob der Träger ledig, verheiratet oder ein Dorfältester ist.
Foto: Sergey Mayorov
Foto: Pixattitude
Auf einer Halbinsel im Umayo-See stehen die Chullpas von Sillustani, runde Grabtürme, die sich nach oben verbreitern wie umgedrehte Becher. Die Colla, ein Aymara sprechendes Volk, errichteten sie für ihre Adligen, später vollendeten Inka-Baumeister die Anlage mit perfekt gefügten Steinquadern. Die Verstorbenen wurden in Embryonalstellung bestattet, mit Nahrung und Schmuck für die Reise ins Jenseits.
Zu Gast auf dem AltiplanoNahe Sillustani besuchen wir eine indigene Familie in ihrem Gehöft aus Lehmziegeln und Strohdächern. Im Hof laufen Meerschweinchen, auf dem Feld wachsen Quinoa und Kartoffelsorten, die hier seit Jahrtausenden gezüchtet werden. Die Familie zeigt, wie Chuño, die gefriergetrocknete Kartoffel, entsteht. Der Nachmittag in Puno bleibt frei.
Foto: Pixattitude
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Am La-Raya-Pass trennen sich die Gewässer: Nach Süden fließen sie zum Titicacasee, nach Norden in den Urubamba und weiter in den Amazonas. Hier beginnt die Cusco Reise im eigentlichen Sinn, denn jenseits des Passes öffnet sich das Kernland der Inka. Mit etwas Glück kreuzt eine Lamaherde mit bunten Ohrquasten unseren Weg.
Die Sixtinische Kapelle AmerikasVon außen wirkt die Kirche San Pedro in Andahuaylillas wie ein bescheidenes Dorfgotteshaus aus Lehm. Innen überwältigt die Pracht: Jede Fläche der Wände und der Mudéjar-Decke ist bemalt, vergoldete Altäre schimmern im Kerzenlicht, Gemälde der Cusco-Schule füllen die Seitenschiffe.
Der Tempel des SchöpfergottesIn Raqchi ragt die Mauer des Wiracocha-Tempels aus der Ebene, ein gewaltiges Bauwerk zu Ehren des Schöpfergottes der Anden. Auf einem Sockel aus fein behauenem Stein erhebt sich eine Wand aus Lehmziegeln, die einst ein riesiges Dach trug, eine Bauweise, die sonst nirgends im Inkareich vorkommt. Rundum liegen Dutzende runder Speicher, in denen Mais und Kartoffeln lagerten.
Foto: Javarman
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Cusco (Unesco Weltkulturerbe) war das Zentrum eines Reiches, das von Kolumbien bis Chile reichte; sein Name bedeutet in Quechua Nabel der Welt. Die Spanier bauten ihre Kirchen auf die Mauern der Inka, und so gehen wir heute durch Gassen, in denen über fugenlos gefügten Steinquadern koloniale Balkone hängen.
Das Abendmahl mit MeerschweinchenDie Kathedrale von Cusco steht auf den Fundamenten des Palastes von Inka Wiracocha und wurde mit Steinen aus Sacsayhuamán erbaut. Innen beeindrucken Gemälde der Cusco-Schule, in denen indigene Maler christliche Motive mit andinen Elementen verwoben: Auf dem Bild des Letzten Abendmahls liegt ein gebratenes Meerschweinchen auf dem Tisch.
Wo die Wände golden warenDer Sonnentempel Koricancha war das religiöse Herz des Inkareichs. Seine Wände waren mit Goldplatten verkleidet, im Garten standen Mais und Lamas aus purem Gold, bis die Spanier den Schatz einschmolzen und das Kloster Santo Domingo auf den Tempel setzten. Erhalten blieb das Mauerwerk der Inka, dessen Steine so präzise geschliffen sind, dass sich keine Messerklinge in die Fugen schieben lässt.
Steine, die Riesen bewegtenHoch über der Stadt liegt die Festung Sacsayhuamán, deren Zickzackmauern aus Felsblöcken bestehen, die ein Haus überragen und dennoch ohne Mörtel passgenau ineinandergreifen. Wie die Inka diese Blöcke bewegten, ist bis heute nicht geklärt. Hier tobte die letzte große Schlacht zwischen Inka und Spaniern, und zur Wintersonnenwende wird das Sonnenfest Inti Raymi gefeiert.
Die Küche der AndenZum Abschluss des Tages lernen wir die Kochtradition des Hochlands kennen. Das Meerschweinchen, Cuy genannt, wird seit vorspanischer Zeit gezüchtet und knusprig gebraten zu Festtagen serviert, das Fleisch des Alpakas gilt als magere Delikatesse. Dazu gehört Chicha de Jora, ein leicht säuerliches Maisbier, welches schon die Inka bei ihren Zeremonien tranken.
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Das Urubamba-Tal, von den Inka als heilig verehrt, empfängt uns mit Maisfeldern und Dörfern aus Lehmziegeln. In Chinchero ließ sich der Herrscher Túpac Yupanqui eine königliche Residenz errichten, deren Terrassen und Mauern bis heute den Dorfplatz prägen; die Spanier setzten eine Kirche mit bemalter Decke auf die Inka-Fundamente.
Das Labor der InkaDie Terrassen von Moray senken sich in konzentrischen Kreisen wie ein Amphitheater in eine natürliche Mulde. Jede Stufe hat ihr eigenes Mikroklima, und vieles spricht dafür, dass die Inka hier Nutzpflanzen an unterschiedliche Höhenlagen anpassten.
Weißes Gold am BerghangDie Salinen von Maras bedecken einen Berghang mit Tausenden flacher Becken, in denen eine salzhaltige Quelle seit vorinkaischer Zeit verdunstet. Die Terrassen gehören Familien des Dorfes, die das Wasser über winzige Kanäle verteilen und das Salz von Hand ernten. Je nach Sonnenstand schimmern die Becken weiß, ocker oder rosa vor dem grünen Tal.
Kochen in der ErdeIn einem Andendorf erleben wir eine Pachamanca, die älteste Kochkunst der Region. Im Feuer erhitzte Steine werden in eine Erdgrube geschichtet, mit Fleisch, Kartoffeln, Maiskolben und Bohnen belegt und mit Kräutern, Blättern und Erde bedeckt, bis alles gegart ist. Pachamanca bedeutet Erdtopf, und das Öffnen der Grube ist ein Ritual zu Ehren der Erdmutter Pachamama.
Die lebende InkastadtOllantaytambo ist die einzige Stadt, in der Menschen bis heute in Häusern der Inka wohnen; Straßenraster, Wasserkanäle und trapezförmige Türen stammen aus der Blütezeit des Reiches. Über dem Ort steigen gewaltige Terrassen zum unvollendeten Sonnentempel hinauf, dessen Monolithen aus rosafarbenem Granit über den Fluss hierhergebracht wurden.
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Der Andenzug folgt von Ollantaytambo dem Urubamba in eine immer engere Schlucht. Mit jeder Kurve wird die Vegetation üppiger, Bromelien und Orchideen klammern sich an die Felsen, und durch die Panoramafenster leuchten schneebedeckte Gipfel über dem tropischen Grün.
Die verlorene StadtMachu Picchu (Unesco Weltkulturerbe) liegt auf einem Bergsattel zwischen zwei Gipfeln, von Nebelwald umgeben und vom Fluss in einer Schleife umflossen. Der Inka Pachacútec ließ die Stadt vermutlich als königlichen Landsitz anlegen, die Spanier fanden sie nie. Der Rundgang Circuit 2 führt über die Terrassen zum klassischen Panorama und hinunter in die Stadt: zum Sonnentempel, zum Tempel der drei Fenster, zum Intihuatana, dem Stein, an dem die Sonne angebunden wurde, und zum Tempel des Kondors. Der Nachmittag bleibt frei für Aguas Calientes.
Auf den Spuren der InkaDas Aktivprogramm ersetzt den ersten Besuch durch eine Tageswanderung auf dem Inka Trail. Nach einer kurzen Zugfahrt beginnt der Aufstieg auf dem alten Pflasterweg durch Nebelwald zur Inkastätte Wiñay Wayna, deren Terrassen sich wie ein Fächer an den Hang schmiegen. Zuletzt führt eine steile Treppe zum Sonnentor Inti Punku, und plötzlich liegt Machu Picchu in seiner ganzen Größe unter uns, so wie es die Pilger der Inka zum ersten Mal sahen.
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Beim zweiten Besuch erschließt der Rundgang Circuit 1 die oberen Terrassen und die Wächterhütte, von der aus sich das Panorama mit dem Huayna Picchu im Hintergrund öffnet. Im Morgenlicht, wenn der Nebel aus der Schlucht steigt, zeigt sich die Stadt von ihrer geheimnisvollsten Seite. Am Nachmittag bringen uns Zug und Bus nach Cusco zurück.
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Lassen Sie die alte Hauptstadt der Inka noch einmal auf sich wirken: ein Spaziergang zur Gasse Hatun Rumiyoc mit dem zwölfeckigen Stein. Damit endet die Cusco Reise, und am späten Morgen hebt das Flugzeug nach Santiago de Chile ab. Die Peru Reise geht in ihren zweiten Teil über: Nach der Landung bleibt der Rest des Tages frei.
Mit dem Flug über den Pazifik beginnt die Osterinsel Reise. Stundenlang liegt nichts als Wasser unter der Maschine, bis die dreieckige Vulkaninsel auftaucht, die ihre Bewohner Rapa Nui nennen und die weiter von jeder Küste entfernt liegt als jeder andere bewohnte Ort. Blumenketten empfangen die Gäste in Hanga Roa.
Moai im AbendrotZum Sonnenuntergang führt die erste Erkundung zum Zeremonialzentrum Tahai am Rande von Hanga Roa, wo drei Plattformen, Ahu genannt, am Ufer stehen. Auf einer reihen sich fünf verwitterte Moai, auf einer anderen trägt eine einzelne Statue einen roten Haarknoten und Augen aus weißer Koralle. Wenn die Sonne hinter ihnen im Pazifik versinkt, werden die Silhouetten zu Schattenrissen, ein Bild, das sich einprägt.
Foto: Stephen Tapply
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Der Ganztagesausflug beginnt an der Südküste bei Ahu Akahanga, einer Plattform, die nie wieder aufgerichtet wurde. Die Moai liegen mit dem Gesicht im Gras, so wie sie in den Stammeskriegen gestürzt wurden. Der Überlieferung nach ruht hier Hotu Matu'a, der erste König der Insel, und Fundamente bootsförmiger Häuser lassen das Dorf erahnen, das einst zu Füßen der Ahnen lag.
Die Geburtsstätte der GigantenAm Vulkan Rano Raraku wurden fast alle Moai der Insel aus dem Tuffgestein geschlagen. Hunderte Statuen stehen hier noch, bis zu den Schultern in Erde versunken, als warteten sie auf ihren Transport. Im Fels liegen unvollendete Figuren, darunter ein Riese, der nie aufgerichtet wurde, und ein kniender Moai, der sich von allen anderen unterscheidet. Nirgends kommt man dem Rätsel der Osterinsel näher als in dieser Werkstatt aus Stein.
Fünfzehn Wächter vor dem MeerAhu Tongariki ist die längste Plattform der Insel. Fünfzehn Moai stehen hier in einer Reihe, die Rücken zum Ozean, die Gesichter dem Vulkan zugewandt, aus dem sie stammen. Eine Flutwelle hatte die Statuen landeinwärts geschleudert, bevor Archäologen sie wieder aufrichteten. Zur Tagundnachtgleiche geht die Sonne über den Köpfen der Figuren auf.
Der Nabel der WeltBei Te Pito Kura liegt der größte Moai, der je auf einer Plattform aufgerichtet wurde, gestürzt und zerbrochen am Boden. Daneben ruht ein glatt geschliffener Stein, den Hotu Matu'a der Legende nach mitbrachte und der die Kompassnadel ablenkt. Sein Name bedeutet Nabel der Welt.
Palmen, Sand und HaarknotenDer Anakena-Strand ist der einzige Sandstrand der Insel, weiß und von Kokospalmen gesäumt; hier soll Hotu Matu'a mit seinen Kanus gelandet sein. Über dem Strand steht Ahu Nau Nau, dessen Moai Jahrhunderte unter Sand begraben lagen und deshalb so fein erhalten blieben, dass Tätowierungen auf den Rücken erkennbar sind. Mehrere tragen ihren Pukao, den roten Haarknoten. Zeit zum Baden beschließt den Tag.
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Der Halbtagesausflug führt auf den Vulkan Rano Kau, dessen Krater sich wie eine riesige Schüssel zum Meer öffnet. Am Grund bilden schwimmende Schilfinseln auf einer Lagune ein grünes Mosaik, und vom Rand reicht der Blick über die gesamte Insel.
Wettlauf um das erste EiAm Kraterrand liegt Orongo, das Zeremoniendorf des Vogelmannkults, der die Verehrung der Moai ablöste. Flache Steinhäuser ducken sich vor dem Wind, und in die Felsen sind Hunderte Petroglyphen geritzt: Vogelmenschen mit Schnäbeln und der Schöpfergott Make-Make. Jedes Jahr schwammen Wettkämpfer durch die Brandung zur Insel Motu Nui, um das erste Ei der Rußseeschwalbe zu holen; der Sieger brachte seinem Häuptling die Herrschaft über die Insel für ein Jahr ein.
Mauern wie in CuscoAhu Vinapu an der Südküste überrascht mit einer Plattform, deren Steine so präzise gefügt sind, dass sie an die Baukunst der Inka erinnern. Diese Ähnlichkeit nährte die Theorie, die Insel sei von Südamerika aus besiedelt worden, bis Sprachforschung und Genetik die polynesische Herkunft belegten.
Fischerboote und ein einsamer MoaiIn der kleinen Bucht Hanga Piko schaukeln die bunten Boote der Fischer, und Ahu Riata mit seinem einzelnen aufgerichteten Moai bewacht die Einfahrt. Am Kai lässt sich beobachten, wie die Insulaner mit dem Meer leben.
Foto: Leonid Andronov
Foto: Leonid Andronov
Am kleinen Vulkankrater Puna Pau brachen die Rapa Nui das rote Schlackengestein, aus dem die Pukao entstanden, die zylinderförmigen Kopfbedeckungen der Moai. Mehrere halbfertige Exemplare liegen im Gras und zeigen, wie die tonnenschweren Zylinder gerollt und auf die Köpfe der Statuen gehoben wurden.
Die Blicke aufs MeerAhu Akivi ist die einzige Plattform im Inneren der Insel, und ihre sieben Moai blicken als einzige auf das Meer hinaus. Der Legende nach verkörpern sie die sieben Kundschafter, die Hotu Matu'a vorausschickte, um die Insel zu erkunden. Zur Tagundnachtgleiche schauen sie genau in den Sonnenuntergang, was auf astronomische Kenntnisse der Erbauer deutet.
Tahai bei TagZum Abschluss kehren wir zu den Zeremonialstätten von Ahu Tahai zurück, diesmal bei Tageslicht, um die Fundamente der Bootshäuser, die Kanurampe und den Moai mit den Korallenaugen aus der Nähe zu betrachten. Die Restaurierung durch den Archäologen William Mulloy machte Tahai zum Modell für die Wiederaufrichtung der Ahnenfiguren.
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Der Morgen gehört noch einmal der Insel: ein Spaziergang durch Hanga Roa oder ein Besuch der kleinen Kirche, in der christliche Heilige mit den Zügen der Vogelmenschen geschnitzt sind. Dann endet die Osterinsel Reise mit dem Flug zurück nach Santiago de Chile, wo wir am Abend ankommen.
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Je nach Flugplan bleibt am Morgen Zeit für Santiago de Chile: die Plaza de Armas mit der Kathedrale, der Hügel Santa Lucía mit seinen Terrassen über der Stadt oder der Mercado Central mit Meeresfrüchten aus dem ganzen Land. Der Rückflug führt über Madrid oder Paris zum Heimatflughafen.
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Mit einem Koffer voller Eindrücke aus Wüste, Anden und Pazifik landen wir in Deutschland. Die Kondore über dem Colca Canyon, der Nebel über Machu Picchu und die Moai im Abendlicht werden noch lange nachklingen.
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Reisedatum: Sa, 17. Okt – Mo, 9. Nov 2026
Dauer: 24 T
Flug: KL/LA
Reisepreis: -
Status: ausgebucht
| Einzelzimmerzuschlag | Flüge | Teilnehmerzahl |
|---|---|---|
| 690 Euro |
LA: LAN & LAN Peru & LAN Chile IB: Iberia (via Madrid) KL = KLM (via Amsterdam) Es gibt kein Direktflüge nach Peru. |
Mindestteilnehmerzahl: 16 Pers. Maximalteilnehmerzahl: 24 Pers. |
| Änderungen vorbehalten | ||

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