Malawi ist ein Binnenstaat in Südostafrika, der am 6. Juli 1964 seine Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich erlangte. Malawi hatte im Jahr 2018 etwa 18 Millionen Einwohner, die Hauptstadt ist Lilongwe.
Foto: Jlindsay
Foto: Adam Drobiec
Malawi hat vor allem durch seine Lage im Binnenland und überwiegend in Höhen von über 1.000m das ganze Jahr über ein angenehmes Klima ohne schwüle Hitze. Man unterscheidet zwei Jahreszeiten: die Trocken- (Mai bis November) und die Regenzeit (Dezember bis April). Entlang des Sees kann man ganzjährig gut reisen; für einen Besuch der Nationalparks und einen Abstecher in die Berge eignet sich am besten die Trockenzeit. Das Wasser ist nie kälter als 21°C. Durchschnittstemperaturen im Flachland 22°-32°C, Höchsttemperatur etwa 39 °C, Tiefsttemperatur etwa 14°C. Im Bergland 13°-24°C bzw. etwa 30°C bzw. etwa 10°C. Juli ist der kühlste Monat mit Durchschnittstemperaturen zwischen 10° und 22°C. Während der übrigen Monate ist fast immer mit Regenfällen zu rechnen. November bis März mit Durchschnittstemperatur 27°C und hoher Luftfeuchtigkeit.
Der Reisepass muss bei Einreise 6 Monate gültig sein, sollte aber aus Sicherheitsgründen bei Ausreise noch mind. 6 Monate gültig sein. Eine Kopie des Reisepasses und des Visums bzw. der gültigen malawischen Aufenthaltsgenehmigung sollten stets mitgeführt werden. Der Nachweis des legalen Aufenthalts in Malawi wird regelmäßig bei den auf allen Überlandstraßen errichteten „road blocks“ (Straßensperren mit Polizeikontrollen) verlangt. Der Reisepass selbst sollte nach Möglichkeit sicher verwahrt werden, um die Gefahr von Verlust oder Diebstahl zu vermindern.
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit der in Europa nicht zu vergleichen, sie ist vielfach technsich und apparativ problematisch, die hygienischen Standards sind vielerorts unzureichend. Vielfach fehlen auch fachlich gut ausgebildetet Ärzte. Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Im Allgemeinen genügt die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen, wie Händewaschen oder einige Grundregeln bei der Nahrungsaufnahme. Vorsicht ist beim Genuss von Salaten und rohem Gemüse, Eiswürfel, Eiscremes und Mayonnaisen, Kaltschalengerichten, unpasteurisierten Milchprodukten, rohem Fisch und Flesich geboten. Leitungswasser sollte überhaupt nicht getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen. Auch bei der Anreise über Addis Abeba (Äthiopioen) oder Nairobi (Kenia) kann der Impfnachweis gefordert werden. Das Internationel Impfzertifikat für Gelbfieber gilt inzwischen lebenslang. Bei Einreisen auf dem Landweg über die Grenzen mit Sambia, Tansania oder Mosambik sind in der Praxis keine Überprüfung des Gelbfieberimpfstatus bekannt. Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
Für Sambia empfehlen wir Ihnen auf jeden Fall eine Auslandskrankenversicherung (inkl. medizinisch notwendigem Rücktransport) und eine Gepäckversicherung abzuschließen. Die Auslandskrankenversicherung ist in allen Reisen der BcT
Landeswährung ist der Malawi Kwacha (MWK). Zurzeit entspricht ein Euro 1920 Malawi-Kwacha (Stand August 2021). Der Umtausch von Euro in Landeswährung sollte nur in offiziellen Tauschbüros (Money Bureau) und Banken erfolgen, da alle anderen Umtauschmöglichkeiten illegal sind und zu strafrechtlicher Verfolgung führen können.
Foto: Tina Tang
Foto: Olegmit
Kreditkarten werden grundsätzlich von größeren Hotels und Reisebüros akzeptiert, gelegentlich jedoch mit einem Aufschlag von ca. 3-6 % und aufgrund technischer Probleme ohne Erfolgsgarantie. An den meisten Bankautomaten kann mit Kredit- oder Maestro-Karte Bargeld abgehoben werden, jedoch üblicherweise nur im Gegenwert von ca. 50 bis 100 Euro, abhängig davon, ob die derzeit höchste Banknote (2000 MWK) ausgegeben wird.
Reiseschecks werden in Malawi nur noch sehr selten akzeptiert. In den meisten Wechselstuben werden Schecks gar nicht mehr angenommen. Bei Banken wird sehr häufig ein sehr schlechter Wechselkurs veranschlagt und man muss meist die Kaufquittuüng in Englisch vorlegen. Deshalb empfehlen wir die Mitnahme von Reiseschecks nicht.
Hotels, Restaurants und Geschäfte westlichen Stils haben
festgelegte Preise, ebenso wie öffentliche Verkehrsmittel oder
Zeitungen. Bei Straßenhändlern, Taxis, andere Dienstleistungen,
Guides oder auf Märkten hingegen gehört es zum guten Ton, zu
feilschen.
Essen in einem preiswerten Restaurant: ca. 3.000 - 6.000 MWK
(etwa 3 - 6 USD)
Essen in einem gehobenen Restaurant (3-Gänge-Menü): ca. 15.000 -
25.000 MWK (etwa 15 - 25 USD)
Flasche Wasser (0,5 Liter): ca. 500 - 1.000 MWK (etwa 0,50 - 1
USD)
Cola (0,33 Liter): ca. 500 - 1.000 MWK (etwa 0,50 - 1 USD)
Bier (lokal, 0,5 Liter): ca. 1.000 - 2.000 MWK (etwa 1 - 2
USD)
Eintritt zu Nationalparks: ca. 10 - 30 USD pro Person
Foto: Rainer Lesniewski
Die Stromspannung basiert auf 220/240 Volt Wechselstrom / 50 Hertz (wo vorhanden), jedoch sollte immer mit starken Stromschwankungen und häufigen Stromausfällen gerechnet werden. Es ist empfehlenswert, einen Adpater mitzunehmen (englische 3-Pol-Stecker). Auf dem Land und in den Nationalparks ist Strom entweder überhaupt nicht oder nur als Generatorstrom vorhanden. Empfehlenswert ist es, auf jeden Fall eine Taschenlampe mitzunehmen.
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) + 1 Stunde. Während der europäischen Sommerzeit besteht kein Zeitunterschied.
Die Post ist in beiden Ländern unter der Woche ganztägig (ca. 8-16.30 Uhr) geöffnet; am Samstagvormittag ebenfalls und in manchen Orten sogar sonntags für etwa zwei Stunden. Die Gebühren für Briefe und Postkarten nach Europa sind in beiden Ländern sehr niedrig, der Service ist zuverlässig, solange keine dickeren Briefe, die Wertsachen oder Geld enthalten könnten, verschickt werden. Luftpostbrief nach Europa sind etwa eine Woche unterwegs, wenn man sie in größeren Städten zur Post bringt. An abgelegeneren Orten kann es ein Vielfaches länger dauern.
Chile umfasst drei Zeitzonen, wobei die Uhrzeit auf dem Festland fast immer der GMT-4-Zone (CLST) entspricht. Dies bedeutet, dass die Uhrzeit im Winter vier Stunden hinter der deutschen Zeit liegt. Lediglich auf den Osterinseln gilt die GMT-6-Zeit. Hier beträgt die Zeitverschiebung sechs Stunden.
Mobiltelefone mit deutscher SIM-Karte und Roaming-Funktion funktionieren in Malawi einwandfrei. Größere Hotels bieten meistens einen WLAN-Zugang. Die Ländervorwahl für Malawi ist 00265, danach folgt direkt die Rufnummer.
1. Januar (Neujahr), 15. Januar (John-Chilebwe-Tag), 3. März (Märtyrertag), Ostern, 1. Mai (Tag der Arbeit), Mitte Juni (Tag der Freiheit), 6. Juli (Tag der Republik, Nationalfeiertag), 9. Oktober (Muttertag), 25./26. Dezember (Weihnachten) Der Nationalfeiertag wird alljährlich im ganzen Land mit der Aufführung traditioneller Tänze gefeiert.
Generell ist in den Tropen angenehme Baumwollbekleidung angebracht. Man kleidet sich eher sportlich und salopp. Auf Safaris in Wildgebieten trägt man das klassische „Safari-Outfit“ in Khaki und Naturfarben und bequeme Sandalen oder Trekkingschuhe. Am Strand des Malawisees sind bequeme Freizeitkleidung, Sandalen oder Badeschlappen üblich. Auf alle Fälle sollte man neben der leichten Sommerkleidung auch einen dicken wärmenden Pulli oder eine warme Jacke einpacken. Regenschutz, Sonnenhut und Badebekleidung dürfen auch nicht fehlen.
Geschäfte: Mo-Fr 7.30/8-12, 13.30-16/17, Sa 7.30-12 Uhr, Banken in Städten: Mo-Fr 8-13 Uhr; Büros: Mo-Fr 7.30-12, 13-17 Uhr; Post: Mo-Fr 7.30-16.30, Sa 8-10 Uhr. In den Hauptorten sind Postämter auch sonn- und feiertags 9-10 Uhr geöffnet
Es ist verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughäfen, Brücken etc.) zu fotografieren. Anlagen von strategischer Bedeutung, wie Brücken, Eisenbahnanlagen, öffentliche Gebäude (dazu zählen auch die Postämter) dürfen ebenso wenig wie Militär- und Polizeipersonal fotografiert werden. Der Aufenthalt in unmittelbarer Nähe des Präsidentenpalasts (State House) ist untersagt. Allgemein: Bitte fragen Sie stets um Erlaubnis, wenn Sie Menschen fotografieren wollen.
Der Besuch einer Kirche geht einher mit bestimmten Regeln die man beachten sollte, um sich Ärger mit Einheimischen zu ersparen. Bei Betreten der Kirche ist darauf zu achten, dass Sie Ihre Kopfbedeckung ablegen. Ebenso ist es wichtig beim Besuch einer Kirche auf angemessene Kleidung zu achten. Frauen sollten hochgeschlossene Kleidung tragen, Badebekleidung, Miniröcke oder Kleidung die viel Haut zeigt, sollte vermieden werden. Verhalten Sie sich bei der Besichtigung entsprechend diskret.
Ein kleines Trinkgeld wird überall erwartet, wo jemand einen besonderen Service oder eine Gefälligkeit leistet. Ist in Restaurants der Service im Preis enthalten (als 10%ige Service Charge), wird meistens nur ein wenig Wechselgeld am Tisch liegen gelassen. Ansonsten sind 5-10 % in Restaurants sicherlich die Obergrenze, üblicherweise rundet man den Betrag leicht auf.
Etwa 82,6 Prozent der Bevölkerung bekennnen sich zum Christentum, mit 13 Prozent hat Malawi einen höheren Anteil Muslime als die anderen Länder im südlichen Afrika. Die verbleibenden Anteile entfallen auf Bahai, Atheisten (2,5 Prozent) und Anhänger von traditionellen Religionen.
Amtssprache ist Englisch und die nationale Umgangssprache ist Chichewa. Weitere Verkehrssprachen sind Tumbuka, Yao, Lomwe und Sena.